Die Heilkraft des Lachens

Lachen ist gesund! Das weiß schon jedes Kind. Zumindest scheint es ihm irgendwie klar zu sein, denn Kinder lachen im Schnitt bis zu 400 Mal am Tag. Erwachsene schaffen es gerade mal auf eine Bilanz von 15 Mal. Das ist ein gravierender und trauriger Unterschied. Dabei kann lachen so befreiend und schön sein. Man zeigt seine Freude nach außen, es geht einem gut, der Körper scheint sich zu reinigen.

Viele Erwachsene haben die Fähigkeit des richtig herzhaften Lachens verloren. Wie oft kugelten wir uns als Kinder auf dem Boden und hielten uns die Bäuche bis wir fast keine Luft mehr bekamen. Wie oft bekommen wir heute noch richtig herzhafte Lachanfälle, in denen wir nach Luft schnappen? Man muss schon scharf nachdenken, um sich überhaupt daran zu erinnern. Oft finden wir Dinge nur noch albern oder kindisch, eher lächerlich, als wirklich zum Lachen. Der Humor und die Freude am Lachen scheinen wir im Laufe der Jahre verloren zu haben.

Dabei hat das Lachen durchweg positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und eine super Möglichkeit, präventiv gegen Krankheiten vorzusorgen. Mittlerweile gibt es Präventivreisen, die das allgemeine Wohlbefinden steigern und Krankheiten vorbeugen helfen (mehr Informationen gibt es unter www.praeventionsreisen.net).

Doch zurück zum Lachen: Nicht umsonst sprechen wir von einem befreienden Lachen. Wenn man richtig herzhaft gelacht hat, fühlt man sich befreit und gereinigt. Das Lachen entspannt, löst Anspannungen in unserem Körper, lässt uns Sorgen, Stress und Ärger im Alltag vergessen. Was genau passiert aber in unserem Körper, wenn wir lachen?

Allein in unserem Gesicht werden 18 Muskeln trainiert, das Zwerchfell wird in Bewegung gesetzt, die Verdauung wird durch die Anspannung des Magen-Darm-Bereiches gefördert, der Puls wird beschleunigt und der Kreislauf wird angekurbelt. Außerdem senkt sich der Cholesterinspiegel, die Produktion von Endorphinen wird angeregt, was zum Beispiel zu Schmerzlinderung beiträgt. Und ganz wichtig: Lachen stärkt unsere Abwehrkräfte. Wer 2-3 Minuten aus vollem Hals lacht, der hat gesundheitlich so viel für sich getan, als wäre er 15 Minuten joggen gewesen, so behaupten zumindest die Lachforscher.

Nun kann man sich natürlich schlecht zum Lachen zwingen, wenn einem nicht danach zu Mute ist. Aber es gibt erstaunlich Untersuchungsergebnisse, die belegen, dass unsere Laune automatisch steigt, wenn man öfter ein Lächeln auf den Lippen trägt. Probanden, die sich einen dünnen Bleistift zwischen die Zähne klemmten oder den Vokal "e" aussprachen, bekamen automatisch bessere Laune, da ihre Mimik quasi zu einem Lächeln gezwungen wurde. Das heißt, dass unser Gesichtsausdruck unmittelbar auf unsere Gefühle und unsere Laune Einfluss nimmt. Und noch einen positiven Nebeneffekt hat das Lächeln auf den Lippen. Menschen, die oft Lachen oder Lächeln, werden von ihrer Umwelt automatisch als sympathischer empfunden, als Menschen, die permanent ein griesgrämiges Gesicht zur Schau tragen.

Man sollte also im Alltag bewusst Situationen einbauen, die einen zum Lachen bringen. Man kann die Gesellschaft fröhlicher Menschen aufsuchen, um sich mitreißen zu lassen und sich vornehmen, sich jedes Mal, wenn man in den Spiegel schaut, ein Lächeln zu schenken. Das wird anfangs ein wenig Überwindung kosten, aber irgendwann funktioniert es ganz von alleine. Dieses Lächeln kann man nicht nur sich, sondern auch anderen schenken, zum Beispiel, wenn man durch die Stadt geht. Oft bekommt man auch ein Lächeln erwidert und man hat sowohl für sich, als auch für den anderen etwas getan.